16. März 2011 Unterrichtsmaterial für Schulen

Pressekonferenz

In einer Pressekonferenz zusammen mit Bundesgesundheitsminister Alois Stöger stellten die Vereine Tierschutz macht Schule und zet eine Broschüre für Schüler zum Thema Alternativmethoden zum Tierversuch vor. Schüler sollen aufgrund dieser Broschüre an das Thema herangeführt werden, um sich selbst ein differenziertes, ausgewogenes Bild machen zu können. Am Beispiel von rekonstruierten menschlichen Hautmodellen wurden Möglichkeiten vorgestellt, Tierversuche zukünftig zu minimieren und in einigen Bereichen auch ganz zu vermeiden. Dr. Klaus R. Schröder, Geschäftsführer der BioMed zet Life Science und Vorstandsvorsitzender von zet, stellte sich den Fragen von Journalisten. Er zeigte auf, dass heute schon durch den Einsatz dieser Hautmodelle ca. 12000 Tiere in der regulatorisch vorgeschriebenen Prüfung eingespart werden können. An der Gesamtzahl von 12,1 Millionen Tieren, die pro Jahr allerdings in Europa verwendet werden, sei dies aber nur als Anfang zu sehen. Er führte weiter aus, wie diese Modelle schon heute intelligent für die Entwicklung von Arzneimitteln an der Haut getestet werden können, bei der Untersuchung von Schäden durch Sonnenbrand, bei der Behandlung von Herpes und Pilzinfektionen. Er führte weiter aus, dass insbesondere bei den Fragestellungen Alternativmethoden schon existieren oder nicht mehr lange auf sich warten lassen, wo es um den Nachweis von akuten Schäden geht. Wo aber langfristige Effekte untersucht werden müssen, kann die Forschung erst in einigen Jahren mit Ersatzmethoden aufwarten. Finanzielle Unterstützung der Forschung könne diesen Prozess allerdings beschleunigen.